Gebetsbriefkasten in Hüttenberg bietet Hilfe in krisenreichen Zeiten

Hüttenberg-Rechtenbach (bkl). In Rechtenbach steht seit Kurzem an der Bushaltestelle „Hochelheimer Straße“ am unteren Kreisverkehr ein neuer Briefkasten. Er ist bestimmt für besondere Post: Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Hüttenberg können hier ihre formulierten Gebetsanliegen einwerfen. Dies ist gerne auch anonym möglich. Oder ein am Briefkasten befindlicher QR-Code wird eingescannt und das Gebetsanliegen per E-Mail an die Verantwortlichen geschickt.

„Wir alle haben Sorgen, Nöte und Ängste, mit denen wir uns meistens sehr alleingelassen fühlen“, begründen die Initiatoren des Gebetsbriefkastens, Vertreter aus den christlichen Kirchen und Gemeinden in Hüttenberg, ihr Engagement. Zu den persönlichen Problemen kämen existentielle und finanzielle Krisen wie der Ukraine-Krieg oder die Corona-Situation. „Unser stärkstes Hilfsangebot ist das Gebet“, so die Kirchen und Gemeinden. „Wenn wir unsere Sorgen und Nöte im Gebet zu Gott bringen, will er diese Anliegen zu seinen machen und helfend eingreifen“, heißt es weiter in einem Schreiben an die Bürgerinnen und Bürger. Wichtig sei zudem, die Anliegen der Menschen gemeinsam zu teilen: „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Die Rechtenbacher Pfarrerin Siglinde Gallus verweist zudem auf eine Bibelstelle aus dem 1. Timotheusbrief, Kapitel 2, Verse 1-3.  Hier heißt es unter anderem: „So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen.“

Bürgermeister Christof Heller hat den Gebetsbriefkasten in Hüttenberg mit dem entsprechenden Standort genehmigt und unterstützt die Aktion, die als Gemeinschaftsprojekt innerhalb kurzer Zeit auf die Beine gestellt werden konnte.

Und was geschieht nun genau mit den Gebeten, die die Menschen eingeworfen haben? Der Briefkasten wird einmal in der Woche geleert. „Die Anliegen werden dann an rund 50 Beterinnen und Beter aus den verschiedenen christlichen Kirchen weitergereicht“, heißt es vonseiten der Initiatoren. Sie versprechen, jedes einzelne Anliegen im Gebet aufzunehmen.

Zu den Kirchen und Gemeinden in Hüttenberg, die mit dem Gebetsbriefkasten ein Hilfsangebot machen möchten, gehören Pastor Simon Hoffmann für die Evangelische Gemeinschaft und den CVJM Rechtenbach, Pfarrerin Siglinde Gallus für die Evangelische Kirchengemeinde Rechtenbach, Pfarrer Joachim Grubert für die Evangelischen Kirchengemeinden Weidenhausen-Volpertshausen-Vollnkirchen und Niederwetz/Reiskirchen, Pfarrer Carsten Heß für die Evangelische Kirchengemeinde Hochelheim-Hörnsheim, Pastor Christian Linde für die EFG Hochelheim, die EG Weidenhausen und die EG Reiskirchen, Gemeindereferentin Ruth Reusch für die katholische Pfarrei Heilige Familie Hüttenberg, sowie Gemeindeleiter Hans-Martin Kuhl für die Evangelische Chrischona-Gemeinde Hüttenberg.

Foto: Barnikol-Lübeck

BU: Der neue Gebetsbriefkasten an der Bushaltestelle „Hochelheimer Straße)“ am unteren Kreisel in Rechtenbach ist ein Gemeinschaftsprojekt der christlichen Kirchen und Gemeinden in Hüttenberg (v.l.): Christian Linde, Siglinde Gallus, Carsten Heß, Ruth Reusch, Simon Hoffmann, Hans-Martin Kuhl, Joachim Grubert sowie Hans Glaum.

Weitere interessante Artikel…

Die Saat zum Keimen bringen

Die Saat zum Keimen bringen

Pfarrer Heß nimmt Abschied von der Kirchengemeinde Hochelheim-Hörnsheim: „Wo können wir als Kirche Gesten der Wertschätzung zeigen und dadurch dem Wort Gottes mehr Raum geben?“...

mehr lesen